
Zimmerpflanzen sind eine wunderbare Bereicherung für unsere Wohn- und Arbeitsräume. Sie werten unsere Umgebung optisch und klimatisch auf und sorgen für mehr Wohlbefinden zu Hause und am Arbeitsplatz. Beliebte Zimmerpflanzen wie die Aralien, der Gummibaum oder der Philodendron nehmen laufend Kohlendioxid auf und spenden den ganzen Tag Feuchtigkeit, sie filtern die Luft und entgiften das Raumklima. Damit leisten unsere grünen Freunde mehr, als man Ihnen auf den ersten Blick zutrauen würde.
Leider werden diese Leistungen nicht immer gewürdigt - unsere Zimmerpflanzen erleiden oft ein geradezu grausames Schicksal. Büropflanzen werden dabei besonders oft geringgeschätzt. Manchmal über Wochen völlig vernachlässigt werden Sie dann überfallsartig und oft aus purer Unwissenheit regelrecht zu Tode gegossen und überdüngt. All das muss natürlich sein. Mit ein paar Tipps können Sie Ihren Pflanzen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdienen und benötigen.
Sorgen Sie für eine konstante Raumtemperatur
Die meisten Zimmerpflanzen fühlen sich bei einer Raumtemperatur von 22 bis 28 Grad am wohlsten. Sie tun Ihren grünen Gefährten also nichts Gutes, wenn Sie sie direkt neben einem Heizkörper oder Ofen platzieren - das gilt im Winter genauso wie im Sommer. Wichtig ist vor allem, dass die Raumtemperatur konstant bleibt, denn bereits geringe Schwankungen können für Azaleen, Kamelien oder Yuccas verheerende Folgen haben.
Vermeiden Sie Zugluft
Zimmerpflanzen unterscheiden sich hier kaum vom Menschen - auf andauernde Zugluft reagieren Sie beleidigt und verschnupft. Regelmäßiges Lüften der Räume ist natürlich von Vorteil und tut auch den Pflanzen gut, in der Regel sollten die Pflanzen aber an einem “windstillen” Ort platziert werden.
Lichtansprüche beachten!
Nicht alle Zimmerpflanzen brauchen gleich viel Licht. Stimmen sie ihre Indoor-Begrünung auf die ökologischen Ansprüche der Pflanzen ab. Für schattige Räume eignen sich zum Beispiel der Baumfreund, die Grünlilie, Tradescatie oder die Schildblume. Besonders sonnige Räume sind ein perfekter Lebensraum für die Agave, das Dickblatt, Amaryllis, Yucca oder Kakteen.
Luftfeuchtigkeit
Die meisten Zimmerpflanzen kommen aus tropischen oder subtropischen Regionen. Es liegt also auf der Hand, dass mangelnde Luftfeuchtigkeit zu Schäden führen kann. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60%. Das können Sie mit einem einfachen Trick erreichen: Stellen Sie die Pflanzentöpfe auf Schalen mit Wasser und Blähton (Leca-Kugeln) oder besprühen Sie das Grün regelmäßig mit Wasser. Alternativ können Sie natürlich auch Verdunster am Heizkörper anbringen um die Luftfeuchtigkeit zu verbessern.
Nicht zu viel gießen!
Die häufigste Todesursache bei Zimmerpflanzen ist das Ertrinken. Besonders im Winter sollte man darauf achten, dass der Topf nicht nass ist. Am besten man gießt Zimmerpflanzen nicht öfters als zwei mal in der Woche, nachdem man sich mittels der altbewährten „Fingerprobe“ vergewissert hat, dass die obersten Zentimeter des Topfes trocken sind. Wenn man zu oft gießt, faulen die Faserwurzeln ab und die Blätter werden welk. Schimmlige Erde ist übrigens ein deutliches Zeichen für zu viel Gießen!
Staubentfernung
Befreien Sie ihre Zimmerpflanzen regelmäßig von Staub. Das erleichtert ihnen die Photosynthese. Gleichzeitig können Sie dadurch regelmäßig überprüfen, ob Ihre grünen Mitbewohner gesund und gut versorgt sind.
Nicht im Winter düngen
Die meisten Zimmerpflanzen wachsen im Winter kaum. Daher benötigen sie von Oktober bis Februar kaum Dünger. Der beliebte Ficus benjamina verliert im Winter sogar einen Teil seiner Blätter, die im Frühling wieder nachwachsen. Dünger ist hier also fehl am Platz.